Dieser im gesamten deutschsprachigen Raum einmalige Realisierungswettbewerb, der sich nunmehr an Musiktheatermacher aller Genres richtet, wird bereits seit 1997 ausgelobt. Die neunte Auflage des Wettbewerbs, der „BERLINER OPERNPREIS 12: NEW DEAL“, hat sich den gegenwärtigen Bedingungen des Musiktheaters und den Zielen und Möglichkeiten der NEUKÖLLNER OPER erneut angepasst.
In einem dreistufigen tutorisch begleiteten Prozess steht am Anfang die Einsendung von Materialien bereits fertig gestellter Musiktheaterproduktionen. Am Ende findet nicht nur die Vergabe eines Preisgeldes (bis zu 10.000 €) an die Preisträger im Rahmen einer festlichen Preisverleihung an prominentem Ort in Berlin (Sommer 2012) statt, sondern auch die szenisch umgesetzte öffentliche Aufführung der prämierten Arbeiten im regulären Spielplan der NEUKÖLLNER OPER.
2 Preisträgerarbeiten des Wettbewerbs von Neuköllner Oper und GASAG
Premiere am 08. Juni 2012, 20 Uhr
Honolulu Vagamani
Konzept und Stückentwicklung: Kompanie [zwischen]
Aus dem Leben eines Taugeviels, so etwa könnte man die Geschichte des HONOLULU VAGAMANI übertiteln, den die Gruppe Kompanie[zwischen] inszeniert als ein interdisziplinäres Spiel über Anforderungen, denen sich heute viele Jobsuchende gegenübersehen. Was muss der ideale Bewerber eigentlich alles erfüllen, um am Ende doch nichts dabei zu verdienen? Die in Berlin arbeitende Gruppe Kompanie [zwischen] bestehen aus dem Komponisten Eleftherios Veniadis, den drei Tänzerinnen Raisa Kröger, Saskia und Rachel Oidtmann und den beiden Schauspielerinnen Valentina Repetto und Eva Kessler. Neben Engagements an unterschiedlichen Bühnen haben sie sich zusammengefunden und in dieser interdisziplinären Form bereits eigene Stücke entwickelt.
Mit: Rachel Oidtmann, Raisa Kröger, Valentina Repetto, Eleftherios Veniadis, Eva Kessler, Saskia Oidtmann
Mein chinesisches Herz singt dir ein Lied
Konzept, Regie, Ausstattung: Anna Peschke
"Mein Gesicht ist zu kantig, meine Nasenflügel zu hoch, meine Augen zu grün, aber auf meinen Papieren steht ein chinesischer Name. Der Geburtstort liegt in China, Führerschein und Universitätsabschluss sind ebenfalls dort – und mit Bravour! - erworben. Ich kann meine Identität mit offiziellen Dokumenten, roten Sternstempeln und Plastik-Chipkarten belegen. Wirklich, ich bin Chinesin!“
In „Mein chinesisches Herz singt dir ein Lied" betreibt Anna Peschke umgekehrte Produktpiraterie: Sie wird zu einem Fake-Produkt, das nicht den Weg von China ins Ausland findet, sondern das aus dem Ausland nach China kommt. Sie hat aber nicht nur gefälschte Dokumente, sondern auch den Musiker Yu Zhe und die Sängerin Li Ren samt chinesischer Karaokesongs mitgebracht und zu einer musiktheatralen Suche nach Identität und Zugehörigkeit verdichtet.
Mit: Anna Peschke, Li Ren, Song Yu Zhe
www.annapeschke.de
Spieltermine: 8./9./10.,12./13. Juni jeweils 20 Uhr
Nähere Informationen zum Wettbewerb "New Deal" enthalten die Ausschreibungsunterlagen, die Sie hier downloaden können - englische Version hier.
Was bisher geschah...
BERLINER OPERNPREIS 10 "Verbotene Liebe"
- von Neuköllner Oper und GASAG
BERLINER OPERNPREIS 08 "Der Sonderermittler"
- von Neuköllner Oper und GASAG
BERLINER OPERNPREIS 06 "Tod eines Schneiders"
- von Neuköllner Oper und GASAG
5. Neuköllner Opernwettbewerb – gestiftet von der GASAG / Neuköllner Opernpreis 2004
"Putzfrauen"
- Uraufführung der Preisträgeroper Wischen – No Vision. Eine Raumpflege in zwei Teilen von Gerd Noack / Marc Seitz (Musik) und Andreas Bisowski (Text) am 11. August 2005 in der Neuköllner Oper
- Preisverleihung Neuköllner Opernpreis 2004 "Putzfrauen" am 17. Juni 2004 im Deutschen Technikmuseum Berlin
Programm:
- Empfang & Begrüßung
Grußworte des Vorstandssprechers der GASAG Berlin, Herr Georges Hoffmann, sowie des Direktoriumsmitglieds der Neuköllner Oper, Herr Winfried Radeke
Grußwort der Schirmherrin Dr. Antje Vollmer, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
i.V.: Andreas Altenhof, Direktorium der Neuköllner Oper
- Präsentation der preisgekrönten Kompositionen
Gerd Noack Putzfrauen op. 24
Inszenierung Dorothea Schroeder
Musikalische Leitung Winfried Radeke
ANTONIA: Katja Jurowski
BEATE: Simone Trömel
CHANTAL: Vanessa Heine
MANN: Philip Lüsebrink
DANIELA: Ilka Sehnert
Orchester:
Violine 1 Olga Rexrodt
Violine 2 Sibylle Strobel
Violoncello Ricarda Baubkus
Fagott Anna Moe
Percussion Olaf Taube
Marc Seitz Putzfrauen
Inszenierung Dorothea Schroeder
Musikalische Leitung Hans-Peter Kirchberg
ANTONIA: Dorothee Dalg
BEATE: Simone Geyer
CHANTAL: Eva Thärichen
MANN: Heiko Stang
DANIELA: Heiko Stang
Orchester:
Violine 1 Olga Rexrodt
Violoncello Ricarda Baubkus
Kontrabass Oliver Krüger
Klarinette / Tenorsaxophon Jochen Settili
Percussion Olaf Taube
Klavier Hans-Peter Kirchberg
Korrepetition Regina Knobel
- Preisverleihung
des Neuköllner Opernpreises
- Foyerprogramm und Buffet
Einlagen aus der Produktion Elternabend - das Musical von Thomas Zaufke (Musik) und Peter Lund (Text)
Britta Balzer als GELI
Yara Blümel als ANOUSCHKA
Harald Hofbauer als GERD
Yvonne Ritz Andersen als IRENE
Guido Schmitt als KURT
Susanne Szell als VERA
Am Klavier: Hans-Peter Kirchberg
Preisverleihung und Empfang
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